{"product_id":"genocidio-do-yanomami-claudia-andujar","title":"Genocídio do Yanomami – Claudia Andujar","description":"\u003ch2\u003eFotografien aus dem Yanomami-Territorium, 1971–1989\u003c\/h2\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003eGenocídio do Yanomami\u003c\/em\u003e versammelt bisher unveröffentlichte Fotografien von Claudia Andujar, entstanden zwischen 1971 und 1989 im Gebiet des indigenen Volkes der Yanomami – im abgelegenen Regenwald des Orinoco-Flussbeckens im Süden Venezuelas und im nördlichen Amazonasbecken Brasiliens. Das Buch erscheint bei \u003ca target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"\/de\/collections\/void-photo\"\u003eVoid\u003c\/a\u003e in einer Auflage von 750 Exemplaren.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eZum Werk\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAndujars Arbeit \u003cem\u003eYanomami Genocide: Death of Brazil\u003c\/em\u003e wurde erstmals im April 1989 am Museu de Arte de São Paulo (MASP) gezeigt – als raumgreifende Installation mit Farbdias, die auf Plastikscreens und Spiegel projiziert wurden. Die ursprünglich schwarzweißen Fotografien wurden durch diese Neubeleuchtung in ihrer Bedeutung verschoben: Dringlichkeit war ihr Ziel, damals wie heute. Für die vorliegende Buchpublikation hat Andujar die Bilder erneut kontextualisiert und für ein zeitgenössisches Publikum aufbereitet – denn die Bedrohung der Yanomami besteht fort.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Aufnahmen zeigen die Yanomami und die Landschaft, die sie bewohnen. Entstanden mit experimentellen fotografischen Techniken, um die schamanische Kultur visuell zu fassen, sind sie häufig hochkontrastig, verzerrt, beschnitten – durchdrungen von Bewegung, Bedrohung und dem Übernatürlichen. Porträts konzentrieren sich auf Körperfragmente oder eng gerahmte Gesichter; sie deuten Intimität an und berühren das Psychologische.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003ePolitischer und historischer Kontext\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Yanomami litten Ende der 1980er-Jahre massiv unter den Folgen illegaler Goldgräber, die Krankheiten in ihr Territorium brachten. Andujars Fotografien entstanden als Instrument politischen Widerstands. In enger Zusammenarbeit mit dem Yanomami-Schamanen und Anführer Davi Kopenawa führte die CCPY über vierzehn Jahre eine Kampagne, die 1992 zur offiziellen Anerkennung des Yanomami-Territoriums führte – die Demarkierung wurde 1993 abgeschlossen. Bis heute sind die indigenen Bevölkerungen durch illegale Bergbauaktivitäten und staatliche Politiken bedroht, die Andujar selbst als Normalisierung von Genozid bezeichnet.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDavi Kopenawa, Schamane und Yanomami-Anführer, schrieb anlässlich Andujars Ausstellung 2021 im Barbican, London:\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003e„Claudia kam nach Brasilien und in das Land der Yanomami und dachte an ihr Projekt. Obwohl sie keine Yanomami ist, ist sie eine wahre Freundin. Sie fotografierte Geburten, Frauen, Kinder. Ich wusste nicht, wie ich gegen Politiker und Nicht-Indigene kämpfen sollte, aber sie gab mir die Werkzeuge, um unser Volk, unser Land, unsere Sprache, unsere Bräuche, Feste, Tänze, Gesänge und den Schamanismus zu verteidigen.\"\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Buch entstand in enger Zusammenarbeit mit Andujars Galerie, der Galeria Vermelho, São Paulo. Weitere \u003ca target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"\/de\/collections\/fotografie-fotobuecher\"\u003eFotobücher\u003c\/a\u003e aus unserem Programm finden Sie in der gleichnamigen Kollektion.\u003c\/p\u003e","brand":"Void","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54632317780314,"sku":"VOID-ANDUJAR-YANOMAMI","price":70.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0946\/3359\/1130\/files\/genoc-dio-do-yanomami-claudia-andujar-cover-detail.jpg?v=1787597633","url":"https:\/\/lokator100.store\/de\/products\/genocidio-do-yanomami-claudia-andujar","provider":"Lokator100","version":"1.0","type":"link"}