Postapoland Comic – Bartosz Zaskòrski
Der Postapoland Comic von Bartosz Zaskòrski beginnt wie ein Ritual: Berg, Pyramide, Grab, Sarg. Darin liegt die Sonne – wütend, eingeschlossen – bis sie aufsteigt und schimmelt. Danach kippt die Ordnung. Menschen werden zu Bestien, die Götter hören nicht mehr zu. Die Handlung bleibt knapp, fast brutal direkt, und genau darin liegt ihre Wirkung. Eine postapokalyptische Fabel, die ohne Erklärtext auskommt und auf Atmosphäre durch Verdichtung setzt.
Objekt & Produktion
Das A4-Format wird hier nicht als neutrale Fläche behandelt, sondern als Entscheidung. Schwarzweiß-Offset-Druck, harte Kontraste, stapelgeheftet – das Objekt wirkt eher wie ein Fundstück als wie ein glattes Sammlerstück. 48 Seiten, die sich nicht strecken. Erschienen bei Hollow Press, dem italienischen Verlag für lo-fi Künstlerpublikationen und experimentelle Comics, in einer limitierten Auflage von 1000 Exemplaren.
Das Postapoland-Universum
Postapoland ist Teil eines größeren Kosmos. Die verwandten Bände Bubzium – The Guidebook to Postapoland, Weird Tales of Postapoland und Terrotic: Love and Terror in Postapoland erweitern dieselbe Welt mit jeweils eigenem Ton.
Einordnung
Wer sich für Experimental Comics & Graphic Narratives oder die breitere Kategorie der Art & Illustration interessiert, findet hier ein Werk, das beide Bereiche bewusst überschreitet. Erschienen im Verlagsprogramm von Hollow Press.