Rêve écarlate
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Rêve écarlate ist der erste Band einer chronologischen Werkanthologie von Toshio Saeki (佐伯俊男, 1945–2019), erschienen bei Éditions Cornélius in der Collection Pierre. 192 Farbseiten, Kolorierung in Zusammenarbeit mit dem Künstler, Vorwort auf Französisch, Englisch und Japanisch. Zweite Ausgabe, Februar 2016.
- Format: Hardcover mit Schutzumschlag
- Seiten: 192
- Maße: 17,5 × 2,8 × 24,8 cm
- Verlag: Éditions Cornélius, 2016
- Sprache: Französisch, Englisch, Japanisch
- Ausgabe: Zweite Ausgabe, Februar 2016
Rêve écarlate – der erste Band der Werkanthologie von Toshio Saeki
Rêve écarlate ist der Auftaktband einer chronologischen Anthologie des japanischen Illustrators und Malers Toshio Saeki (佐伯俊男, 1945–2019), erschienen bei Éditions Cornélius in der Collection Pierre. Es handelt sich um eine erste systematische Aufarbeitung seines Schaffens für ein internationales Publikum – ein Vorhaben, das bis dahin in dieser Form nicht existierte und dessen Ausgabe bis nach Japan vertrieben wurde.
Werk und Künstler
Toshio Saeki gilt als eine der prägenden Figuren der modernen Ero-Guro-Bewegung – einer Tradition erotisch-grotesker Bildsprache, die tief in der japanischen Kunstgeschichte verwurzelt ist und Vorläufer in klassischen Shunga-Drucken sowie in der Yōkai-Ikonografie hat. Saeki überführte diese Tradition in eine eigene, unverwechselbare Formensprache: präzise Linien, die europäischen Betrachtern an die Ligne claire eines Hergé oder Joost Swarte erinnern, verbunden mit einer inhaltlichen Radikalität, die gleichermaßen befremdlich und faszinierend wirkt – auf japanische wie auf westliche Leser.
Wesentlicher Einfluss auf sein Werk war der französische Künstler Tomi Ungerer. Die japanische Zensur, die die Darstellung von Geschlechtsorganen untersagte, zwang Saeki zu einer Verschiebung ins Absurde und Onirische – ein Umstand, den er konsequent als künstlerisches Mittel nutzte. Saeki lebte zurückgezogen, zunächst in Tokio, später in der ländlichen Präfektur Chiba, und vermied bewusst öffentliche Auftritte.
Seine kulturelle Reichweite ist bemerkenswert: Das Cover von John Lennons und Yoko Onos Album Some Time in New York City (1972) trägt eine Zeichnung Saekis. Der Kurzfilm Demain la petite fille sera en retard à l'école (1979), basierend auf seinen Arbeiten, gewann den César als bester animierter Kurzfilm. 2024 verwendete Geordie Greep eine Arbeit Saekis für das Cover seines Albums The New Sound.
Zum Band
Rêve écarlate umfasst 192 Farbseiten. Die Kolorierung entstand in enger Zusammenarbeit mit Saeki selbst und orientiert sich an den Originalfarben seiner Arbeiten, mit einem bewusst poppigen Gestus. Das Buch enthält ein Vorwort in drei Sprachen – Französisch, Englisch und Japanisch – und richtet sich damit explizit an ein internationales Publikum. Es handelt sich um die zweite Ausgabe, erschienen im Februar 2016.
Weitere Artbooks aus dem Sortiment von Lokator100 finden sich in der gleichnamigen Kollektion.
Toshio Saeki (佐伯俊男, 1945–2019)
Toshio Saeki wurde 1945 in der Präfektur Miyazaki geboren und wuchs ab dem vierten Lebensjahr in Osaka auf. Ab 1960 studierte er westliche Malerei in Kyōto, bevor er von 1963 bis 1966 als Werbegrafiker in Osaka tätig war. Anschließend bereiste er Europa, die Sowjetunion und den Nahen Osten. Ab 1969 lebte er in Tokio, später zog er sich in die ländliche Präfektur Chiba zurück, wo er bis zu seinem Tod arbeitete.
Saeki gilt als eine der zentralen Figuren der modernen Ero-Guro-Kunst – einer Tradition, die erotische und groteske Motive verbindet und ihre Wurzeln in der klassischen japanischen Shunga-Druckgrafik und der Yōkai-Ikonografie hat. Sein Stil – präzise, klare Linien, die europäischen Betrachtern an die Ligne claire erinnern – entstand aus einer spezifisch japanischen Bildtradition heraus und wirkt dennoch auf Leser beider Kulturen fremd und eigenständig. Ein wesentlicher westlicher Einfluss war für ihn der französische Künstler Tomi Ungerer.
Saeki vermied bewusst die Öffentlichkeit. Er arbeitete ohne Modelle, ausschließlich aus seiner Vorstellung heraus. Die japanische Zensur, die explizite Darstellungen untersagte, nutzte er als künstlerische Bedingung und verlagerte seine Bildwelten ins Absurde und Traumhafte.
Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehört das Cover des Albums Some Time in New York City (1972) von John Lennon und Yoko Ono. Der Kurzfilm Demain la petite fille sera en retard à l'école (1979), der auf seinen Zeichnungen basiert, erhielt den César als bester animierter Kurzfilm. 2024 verwendete der Musiker Geordie Greep eine Arbeit Saekis für das Cover seines Albums The New Sound. Toshio Saeki starb am 21. November 2019; sein Tod wurde erst im Januar 2020 öffentlich bekannt.
Jahr: 2016
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten: 192
Maße: 17,5 × 2,8 × 24,8 cm
Gewicht: 0.8 kg
Sprache: Französisch, Englisch, Japanisch
ISBN: 978-2360811069
Ausgabe: Zweite Ausgabe, Februar 2016
Herausgeber / Hersteller:
Éditions Cornélius
Ursprungsland:
Frankreich
Website:
https://www.cornelius-boutique.com
E-Mail:
cornelius@cornelius.fr
Adresse:
Éditions Cornélius
Fabrique Pola
10 Quai de Brazza
33100 Bordeaux
Frankreich
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